Naturbausteine der Romanischen Architektur in Niederösterreich
Kalkbrennerei im Wald- und Weinviertel, sowie im Dunkelsteiner Wald
Geowissenschaftliche Bestände und Inhalte in den Museen und Sammlungen von Niederösterreich
Neubearbeitung der Mineralvorkommen und -fundstellen Niederösterreichs
Literaturdatenbank der Mineralvorkommen und -fundstellen Österreichs
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Forschungsprojekt von Andreas Thinschmidt
Weiterführende Forschungen versuchen die historische Entwicklung einzelner Berufszweige, wie Steinmetze und Kalkbrenner, nachzuvollziehen. Im Zuge dessen wurde in den Jahren 1996 bis 1999 eine Förderung durch den Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank gewährt, um die Kalkbrennerei im Wald- und Weinviertel sowie im Dunkelsteiner Wald zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden und werden vor allem in heimatkundlichen und regionalhistorischen Zeitschriften publiziert (siehe Literaturliste).
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Bisher sind mehr als 250 niederösterreichische Objekte untersucht. Die Befundungen umfassen ganze Kirchenbauten, Mauerwerksabschnitte und Architekturteile, Grabsteine, Taufsteine und Weihwasserbecken, sowie Reliefe und figurale Darstellungen. Über die bloße Gesteinsansprache hinaus wird auch versucht, die Herkunft derselben zu eruieren. Zu all dem existiert eine umfangreiche und großteils lückenlose photographische Dokumentation der untersuchten Objekte, mittlerweile mehrere tausend Einzelphotos. Zu einer Vielzahl der Objekte existiert auch schon eine Ergebnisauswertung in schriftlicher Form. Eine diesbezüglich Auskunft gebende Objektliste kann eingesehen werden.
Die Menge der erhobenen Daten erlaubt es erstmals - aus geologischer Sicht - die regionale Verbreitung einzelner Gesteinstypen während einer bestimmten historischen Bauperiode festzustellen. Hinweise auf die Bearbeitungs- und Verwendungsfähigkeit der Gesteine, ihre zeitliche und räumliche Verfügbarkeit, sowie eventuell vorhandene Gesteinsvorlieben ("Gesteinsmoden") und überregionale Beziehungen können dadurch erhalten werden, die als Diskussionsgrundlage für Kunst- und Bauhistoriker, Denkmalpfleger und Restauratoren dienen.
Gesuchte Ansprechpartner zu Kooperation, Diskussion und Datenaustausch sind unter anderem:
Kurze Geschichte der Naturbausteinverwendung in Niederösterreich
Die Verwendung von Naturbausteinen in der romanischen Sakralarchitektur des Waldviertels
Die Verwendung von Naturbausteinen in der romanischen Sakralarchitektur des Waldviertels (pdf-Datei, 260 KB)
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Forschungsprojekt von Andreas Thinschmidt
Ziel ist es einerseits, das in der Bevökerung noch vorhandene Wissen mittels Befragung und Interview zu erhalten, andererseits die Dokumentation und gegebenenfalls Unterschutzstellung noch vorhandener Kalköfen. Da Erkenntnisse aus diesem Projekt natürlich nicht auf Halde gelegt werden sollen, werden sie sukzessive in geeigneten Medien publiziert. Auch an andere Möglichkeiten, diese einem größeren Publikum zugänglich zu machen, wird gedacht. Im Gemeindegebiet von Kottes konnten z. B. einige der zum Teil sehr gut erhaltenen Kalköfen in einen Lehrpfad integriert werden. Ein eigener Kalklehrpfad ist im Ort Unter-Thumeritz bei Geras in Vorbereitung.
Im Frühjahr 1999 konnten die historischen, ökonomischen und sozialen Aspekte der Kalkbrennerei durch Mag. Alice Thinschmidt in Form einer umfangreichen Diplomarbeit am Institut für Volkskunde der Universität Wien aufgearbeitet werden (Betreuer: Prof. Dr. Olaf Bockhorn). Diese Arbeit ist unter nachstehendem Titel am genannten Institut, in der Österreichischen Nationalbibliothek, in der Universitätsbilbiothek Wien, in der Geologischen Bundesanstalt Wien, im Krahuletz-Museum Eggenburg und in Bälde auch an der Niederösterreichischen Landesbibliothek in St. Pölten, einzusehen.
THINSCHMIDT, Alice (1999): Kalkbrennerei im Waldviertel und im Dunkelsteiner Wald. Rekonstruktion eines Gewerbes.- Unveröffentlichte Diplomarbeit an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, 195 S., Wien.
Zuletzt möchte ich noch eine Bitte an meine werten Leser richten. Sollten Sie aus dem Waldviertel, Weinviertel oder dem Dunkelsteiner Wald stammen, überlegen Sie bitte, ob Sie nicht auch einen ehemaligen Kalkofen kennen. Vielleicht ist Ihnen auch bei einer Ihrer Wanderungen etwas in dieser Art aufgefallen. Diesbezügliche Hinweise sind mir sehr willkommen.
Auflistung sämtlicher Orte mit historischer Kalkbrennerei
Liste der bisher aufgefundenen Kalköfen
Liste der bisher bekannten Literaturzitate zur Kalkbrennerei in Österreich
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Allgemeine Informationen zum Lehrpfad
Ausführliche Informationen zum Lehrpfad
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Im Rahmen diese Projektes wurde auch eine Studie durchgeführt, um die grundsätzliche Situation des Geotourismus in Österreich zu untersuchen. In diese Studie flossen die per Fragebogenaktion ermittelten Daten von über 100 Tourismusangeboten ein.
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Forschungsprojekt von Werner Gesselbauer
Das Weinviertel wurde deshalb gewählt, da es als jahrzehntelanges Grenzland am ehemaligen "eisernen Vorhang" mit infrastrukturellen Schwächen im Nordteil, mit Abwanderung und wenig Anreiz für den Fremdenverkehr behaftet ist. Dennoch ist die Nähe zu Wien eine günstige Voraussetzung. Außerdem bietet das Weinviertel einen sehr lange zurückverfolgbaren Besiedlungszeitraum sowie viele erwähnenswerte geologische Besonderheiten (Ernstbrunner Kalk, Staatzer Klippe, Löß,...).
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Forschungsprojekt von Andreas Thinschmidt & Werner Gesselbauer
Fallbeispiele:
Die Rohstoffgewinnung im Bezirk Hollabrunn
Die historische und aktuelle Rohstoffgewinnung im Raum Retz
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Teile dieses Vorhabens werden derzeit im Rahmen des Forschungsprojektes Neubearbeitung der Mineralvorkommen und -fundstellen Niederösterreichs verwirklicht
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Projekt von Andreas Thinschmidt
Das Projekt der Krahuletzmuseum-Forschungsgesellschaft wird vom Land Niederösterreich finanziert und wird in enger Zusammenarbeit mit der Geologischen Bundesanstalt, dem Institut für Mineralogie und Kristallographie an der Universität Wien, dem Naturhistorischen Museum und dem Niederösterreichischen Landesmuseum durchgeführt.
Der 1. Teil (2006-2009) widmete sich speziell dem Wald- und Weinviertel, inklusive jenen Anteilen der Böhmischen Masse und der Molassezone, die südlich der Donau liegen. Ausgenommen waren Mineralvorkommen, die in der Flyschzone und im Nördlichen Wiener Becken liegen. Diese folgen im 2. Teil (2010-2013), der den südlichen Teil Niederösterreichs umfasst.
Sie als Sammler können uns mit Ihrem Wissen helfen, indem Sie uns Informationen zu Mineralvorkommen oder Ihrer eigenen Sammlung übermitteln. Dazu laden Sie bitte das betreffende Aufnahmedatenblatt auf Ihren PC und schicken Sie mir dieses ausgefüllt per E-mail oder Post zu.
Sie wollen die Datenblätter elektronisch ausfüllen ?
Aufnahmedatenblatt "Fundort" (doc-Datei, 294 KB)
Aufnahmedatenblatt "Sammlung" (doc-Datei, 70 KB)
Sie wollen die Datenblätter händisch ausfüllen ?
Aufnahmedatenblatt "Fundort" (pdf-Datei, 48 KB)
Aufnahmedatenblatt "Sammlung" (pdf-Datei, 20 KB)
Ausfüllhilfe (pdf-Datei, 27 KB)
Bisherige Projektergebnisse
| Autor / Jahr | Anzahl der Mineralarten im Waldviertel | Zeitraum | absolute Zunahme der Artenanzahl | relative Zunahme der Artenanzahl |
|---|---|---|---|---|
| STÜTZ 1807 | ca. 39 | - | - | - |
| SIGMUND 1909 | ca. 66 | 102 Jahre | + 27 | + 69 % |
| SIGMUND 1937 | ca. 88 | 28 Jahre | + 22 | + 33 % |
| HUBER & HUBER 1977 | ca. 143 | 40 Jahre | + 55 | + 62 % |
| NIEDERMAYR 1990 | ca. 150 | 13 Jahre | + 7 | + 5 % |
| THINSCHMIDT 2008 (incl. Ergänzungen, August 2010) |
265 | 20 Jahre | + 115 | + 76 % |
Literatur:
HUBER, S. & HUBER, P. (1977): Mineralfundstellen. Band 8. Oberösterreich, Niederösterreich und Burgenland.- 271 S., München - Innsbruck (Christian Weise, Pinguin).
HUBER, S. & HUBER, P. (2008): "Von Andreas Stütz bis heute" - Die mineralogische Erforschung des Waldviertels.- In: STEININGER, F. F. (Hrsg.): Waldviertel - Kristallviertel. Die steinerne Schatzkammer Österreichs, Schriftenr. Waldv. Heimatbund, 49, 65-75, Horn.
NIEDERMAYR, G. (1990): Systematische Übersicht der Mineralarten des Waldviertels.- In: STEININGER, F. F. & STÜRMER, F. (Hrsg.): Waldviertel - Kristallviertel, Katalogreihe Krahuletz-Mus., 11, 35-45, Eggenburg.
SIGMUND, A. (1909): Die Minerale Niederösterreichs.- XI + 194 S., Wien - Leipzig (Deuticke).
SIGMUND, A. (1937): Die Minerale Niederösterreichs.- 2. Auflage, XI + 247 S., Wien - Leipzig (Deuticke).
STÜTZ, A. (1807): Mineralogisches Taschenbuch. Enthaltend eine Oryctographie von Unterösterreich zum Gebrauche reisender Mineralogen.- 394 S., Wien (Geistinger).
THINSCHMIDT, A. (2008): Systematische Übersicht der Mineralarten des Waldviertels.- In: STEININGER, F. F. (Hrsg.): Waldviertel - Kristallviertel. Die steinerne Schatzkammer Österreichs, Schriftenr. Waldv. Heimatbund, 49, 125-143, Horn.
"Folgen" für Sammler
Zum Forum "Minerale Niederösterreichs"
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Projekt von Andreas Thinschmidt
Die Kartei kann von Wissenschaftern und Laien (z. B. Mineraliensammlern) benutzt werden. Die Einsichtnahme ist jedermann nach Rücksprache möglich.
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| © Andreas Thinschmidt | Stand: 5.9.2010 |