FORSCHUNGSPROJEKTE DER ARGE KULTURGEOLOGIE


Hier finden Sie Informationen zu Projekten, die derzeit im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Kulturgeologie durchgeführt werden oder in der Vergangenheit durchgeführt wurden.


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Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten bitte an die angeführten Kontaktpersonen zu richten.


NUTZBARE GESTEINE NIEDERÖSTERREICHS

Forschungsprojekt im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung
am Institut für Angewandte Geologie, Universität für Bodenkultur Wien


Zwischen 1995 und 1999 wurden unter der Federführung des Instituts für Angewandte Geologie die Gesteine Niederösterreichs in ihrer Bedeutung als Rohstoff untersucht. Besondere Bedeutung kam dabei der aktuellen Situation und der zukünftigen Verfügbarkeit zu. Neben einer möglichst lückenlosen Dokumentation sämtlicher Steinbrüche wurden im Hinblick auf die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse wichtige Steinbrüche ausführlich mit Datenblättern und Fototafeln dokumentiert. Eine Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse in den Mitteilungen des Institutes für Bodenforschung und Baugeologie ist geplant. Die Themenschwerpunkte der Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft waren die Gesteine der Flyschzone und der Waschbergzone, die Triaskalke der Nördlichen Kalkalpen sowie die Marmore und Serpentinite der Böhmischen Masse.


Kontaktpersonen:

Mag. Andreas Thinschmidt

Mag. Werner Gesselbauer


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MARMORE der BÖHMISCHEN MASSE als ROHSTOFF

Forschungsprojekt von Andreas Thinschmidt


Im Zuge des Forschungsprojektes Nutzbare Gesteine Niederösterreichs wurde die besondere historische Bedeutung der Marmore in der Böhmischen Masse erkannt. Während heute nur noch wenige Vorkommen, meist für die Erzeugung von Straßenschottern, genutzt werden, war der "Spitzer oder Wachauer Marmor" als Werk- und Dekorstein noch bis in die Nachkriegszeit überaus beliebt. Vielleicht noch wichtiger war seine Bedeutung im lokalen Bereich, als Haus- und Mauerbaustein sowie als Ausgangsmaterial für die Kalkbrennerei. Die Ergebnisse des Projektes flossen unter anderem auch in den Geologisch-lagerstätenkundlichen Lehrpfad bei Kottes (Bezirk Zwettl) ein.

Weiterführende Forschungen versuchen die historische Entwicklung einzelner Berufszweige, wie Steinmetze und Kalkbrenner, nachzuvollziehen. Im Zuge dessen wurde in den Jahren 1996 bis 1999 eine Förderung durch den Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank gewährt, um die Kalkbrennerei im Wald- und Weinviertel sowie im Dunkelsteiner Wald zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden und werden vor allem in heimatkundlichen und regionalhistorischen Zeitschriften publiziert (siehe Literaturliste).


Kontaktperson:

Mag. Andreas Thinschmidt


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NATURBAUSTEINE der ROMANISCHEN ARCHITEKTUR in NIEDERÖSTERREICH

Dokumentation und Archiv am Institut für Angewandte Geologie
Universität für Bodenkultur Wien


Von 1986 an bis etwa Mitte der 1990er-Jahre - initiiert durch ein vom FWF (Fonds für Wissenschaft und Forschung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur) finanziertes Projekt - führte das Institut für Angewandte Geologie umfangreiche petrographische (gesteinskundliche) Aufnahmen der natürlichen Baugesteine in der romanischen Sakralarchitektur Niederösterreichs durch. Die Arbeiten werden seit dem Auslaufen der geförderten Forschungsprojekte durch mich weitergeführt. Ziel ist eine vollständige Bestandsaufnahme und Dokumentation aller steinsichtigen Architekturelemente aus dieser ersten mittelalterlichen Bauperiode, die in Österreich lange nach den Römern wieder Steinbauten in nennenswerter Zahl hervorgebracht hat.

Bisher sind mehr als 250 niederösterreichische Objekte untersucht. Die Befundungen umfassen ganze Kirchenbauten, Mauerwerksabschnitte und Architekturteile, Grabsteine, Taufsteine und Weihwasserbecken, sowie Reliefe und figurale Darstellungen. Über die bloße Gesteinsansprache hinaus wird auch versucht, die Herkunft derselben zu eruieren. Zu all dem existiert eine umfangreiche und großteils lückenlose photographische Dokumentation der untersuchten Objekte, mittlerweile mehrere tausend Einzelphotos. Zu einer Vielzahl der Objekte existiert auch schon eine Ergebnisauswertung in schriftlicher Form. Eine diesbezüglich Auskunft gebende Objektliste kann eingesehen werden.

Die Menge der erhobenen Daten erlaubt es erstmals - aus geologischer Sicht - die regionale Verbreitung einzelner Gesteinstypen während einer bestimmten historischen Bauperiode festzustellen. Hinweise auf die Bearbeitungs- und Verwendungsfähigkeit der Gesteine, ihre zeitliche und räumliche Verfügbarkeit, sowie eventuell vorhandene Gesteinsvorlieben ("Gesteinsmoden") und überregionale Beziehungen können dadurch erhalten werden, die als Diskussionsgrundlage für Kunst- und Bauhistoriker, Denkmalpfleger und Restauratoren dienen.

Gesuchte Ansprechpartner zu Kooperation, Diskussion und Datenaustausch sind unter anderem:


Kurze Geschichte der Naturbausteinverwendung in Niederösterreich

Die Verwendung von Naturbausteinen in der romanischen Sakralarchitektur des Waldviertels

Die Verwendung von Naturbausteinen in der romanischen Sakralarchitektur des Waldviertels (pdf-Datei, 260 KB)


Kontaktperson:

Mag. Andreas Thinschmidt


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KALKBRENNEREI im WALD- und WEINVIERTEL sowie im DUNKELSTEINER WALD

Forschungsprojekt von Andreas Thinschmidt


Das ausgestorbene Gewerbe des Kalkbrennens in der Region des Waldviertels und des Dunkelsteiner Waldes soll durch ein Forschungsprojekt vor dem Vergessenwerden bewahrt werden. Bisher gab es darüber keine einzige wissenschaftliche Arbeit ! Mittlerweile sind doch einige Artikel erschienen (siehe Literaturliste).

Ziel ist es einerseits, das in der Bevökerung noch vorhandene Wissen mittels Befragung und Interview zu erhalten, andererseits die Dokumentation und gegebenenfalls Unterschutzstellung noch vorhandener Kalköfen. Da Erkenntnisse aus diesem Projekt natürlich nicht auf Halde gelegt werden sollen, werden sie sukzessive in geeigneten Medien publiziert. Auch an andere Möglichkeiten, diese einem größeren Publikum zugänglich zu machen, wird gedacht. Im Gemeindegebiet von Kottes konnten z. B. einige der zum Teil sehr gut erhaltenen Kalköfen in einen Lehrpfad integriert werden. Ein eigener Kalklehrpfad ist im Ort Unter-Thumeritz bei Geras in Vorbereitung.

Im Frühjahr 1999 konnten die historischen, ökonomischen und sozialen Aspekte der Kalkbrennerei durch Mag. Alice Thinschmidt in Form einer umfangreichen Diplomarbeit am Institut für Volkskunde der Universität Wien aufgearbeitet werden (Betreuer: Prof. Dr. Olaf Bockhorn). Diese Arbeit ist unter nachstehendem Titel am genannten Institut, in der Österreichischen Nationalbibliothek, in der Universitätsbilbiothek Wien, in der Geologischen Bundesanstalt Wien, im Krahuletz-Museum Eggenburg und in Bälde auch an der Niederösterreichischen Landesbibliothek in St. Pölten, einzusehen.

THINSCHMIDT, Alice (1999): Kalkbrennerei im Waldviertel und im Dunkelsteiner Wald. Rekonstruktion eines Gewerbes.- Unveröffentlichte Diplomarbeit an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, 195 S., Wien.

Zuletzt möchte ich noch eine Bitte an meine werten Leser richten. Sollten Sie aus dem Waldviertel, Weinviertel oder dem Dunkelsteiner Wald stammen, überlegen Sie bitte, ob Sie nicht auch einen ehemaligen Kalkofen kennen. Vielleicht ist Ihnen auch bei einer Ihrer Wanderungen etwas in dieser Art aufgefallen. Diesbezügliche Hinweise sind mir sehr willkommen.


Kalkbrennen im Waldviertel

Die Thumeritzer Kalköfen

Auflistung sämtlicher Orte mit historischer Kalkbrennerei

Liste der bisher aufgefundenen Kalköfen

Liste der bisher bekannten Literaturzitate zur Kalkbrennerei in Österreich


Kontaktperson:

Mag. Andreas Thinschmidt


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GEOTRAIL KOTTES

Projekt von Andreas Thinschmidt & Günther Lassi


Im Mai 1995 wurde im Gemeindegebiet von Kottes ein Lehrpfad mit dem Schwerpunkt "Geologie und Nutzung der natürlichen Rohstoffe der Region" durch den Dorferneuerungsverein Kottes ins Leben eröffnet. Die Gestalter des Lehrpfades, der Geologe Andreas Thinschmidt und der Geomant und Landschaftsheiler Günther Lassi, wollen dem Besucher die Bedeutung des geologischen Untergrundes für die Morphologie einer Landschaft und die sich daraus ergebenden Vor- und Nachteile für eine menschliche Nutzung aufzeigen. Schwerpunkte sind die Rohstoffe der "Bunten Serie", einer sehr vielfältigen Geologischen Zone des Waldviertels, die hier die Gewinnung von Marmor, Graphit und Eisen ermöglichte.


Allgemeine Informationen zum Lehrpfad

Ausführliche Informationen zum Lehrpfad


Kontaktperson:

Mag. Andreas Thinschmidt

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TOURISMUSSTUDIE GALITZENKLAMM, OSTTIROL

Projekt von Manfred Macek & Andreas Thinschmidt


Im Jahr 2002 wurde eine umfangreiche Studie zu Erweiterungsmöglichkeiten des Tourismusangebotes im Bereich der Galitzenklamm bei Lienz, Osttirol durchgeführt. Im speziellen wurden die Voraussetzungen für eine Verlängerung des gesicherten Weges in den rückwärtigen Teil der Klamm geprüft, die Grundlagen zur Abhaltung von "Geotrekking"-Touren erarbeitet, sowie Angebotserweiterungen in Form von ständigen oder wechselnden Einrichtungen des Erlebnistourismus vorgeschlagen. Darüber hinaus nahmen wir detaillierte Untersuchungen zum Ist-Zustand des bestehenden Angebotes (Stärken-Schwächen-Analyse) vor und setzten die Ergebnisse einem Vergleich zu sechs ähnlich gelagerten Tourismusprojekten in Osttirol, Kärnten und Tirol aus, um die regionale Konkurrenzfähigkeit zu prüfen.

Im Rahmen diese Projektes wurde auch eine Studie durchgeführt, um die grundsätzliche Situation des Geotourismus in Österreich zu untersuchen. In diese Studie flossen die per Fragebogenaktion ermittelten Daten von über 100 Tourismusangeboten ein.


Kontaktpersonen:

Mag. Dr. Manfred Macek

Mag. Andreas Thinschmidt

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KULTURGEOLOGIE des WEINVIERTELS

Forschungsprojekt von Werner Gesselbauer


Der kulturgeologische Reichtum des Weinviertels wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes (Förderung durch den Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank) recherchiert und in Wort und Bild dokumentiert. Die vielfältigen Wechselwirkungen von Geologie und Mensch (und der damit verbundenen Kulturgeschichte) bildeten den Inhalt (wie etwa prähistorische Kultstätten, Steinbrüche für den Abbau historisch wertvoller Bauten, montanhistorische Objekte, Erz-, Mineral- und Fossilvorkommen), der - in auch für den Laien verständlicher Form - aufgearbeitet wurde. Ein Abschluß der Arbeiten im Rahmen eines Fortsetzungsprojektes konnte bisher nicht realisiert werden. Die Forschungen zu diesem Themenkomplex ruhen daher derzeit, sollen aber im Rahmen anderer Projekte in der Region fortgesetzt werden.

Das Weinviertel wurde deshalb gewählt, da es als jahrzehntelanges Grenzland am ehemaligen "eisernen Vorhang" mit infrastrukturellen Schwächen im Nordteil, mit Abwanderung und wenig Anreiz für den Fremdenverkehr behaftet ist. Dennoch ist die Nähe zu Wien eine günstige Voraussetzung. Außerdem bietet das Weinviertel einen sehr lange zurückverfolgbaren Besiedlungszeitraum sowie viele erwähnenswerte geologische Besonderheiten (Ernstbrunner Kalk, Staatzer Klippe, Löß,...).


Kontaktperson:

Mag. Werner Gesselbauer


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ROHSTOFFVERARBEITENDE GEWERBEBETRIEBE NIEDERÖSTERREICHS

Forschungsprojekt von Andreas Thinschmidt & Werner Gesselbauer


Informationen über die historische Rohstoffnutzung kann man nicht nur aus der geologischen oder heimatkundlichen Literatur erhalten. Bisher kaum ausgeschöpfte Quellen bilden Gewerbekarteien der jeweiligen Bezirkshauptmannschaften und Magistrate. Sie reichen im Idealfall bis zum Jahr 1860 zurück und liefern Daten über Ort und Art der Rohstoffgewinnung, Betreiber/Besitzer der Abbaustätten, Dauer des Abbaues und einiges mehr. Die Auswertung dieser wertvollen, aber bisher brachliegenden Quellen zeigt die Notwendigkeit, diese in Zukunft in die Rohstoffforschung miteinzubeziehen. Die komplette Aufarbeitung sämtlicher Gewerbekarteien Niederösterreichs konnte mit Ende Juni 2001 abgeschlossen werden und liegt in Form einer MS-Access-Datenbank auf CD-Rom vor.


Fallbeispiele:

Die Rohstoffgewinnung im Bezirk Hollabrunn

Die historische und aktuelle Rohstoffgewinnung im Raum Retz


Kontaktpersonen:

Mag. Andreas Thinschmidt

Mag. Werner Gesselbauer


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GEOWISSENSCHAFTLICHE BESTÄNDE und INHALTE in den MUSEEN und SAMMLUNGEN von NIEDERÖSTERREICH

Forschungsprojekt von Andreas Thinschmidt & Werner Gesselbauer


In Niederösterreich gibt es über 700 museale Einrichtungen. Damit zählt dieses Bundesland im weltweiten Vergleich zu den Regionen mit der größten Museumsdichte. Es gibt bis auf wenige Ausnahmen kaum Kenntnisse darüber, was in diesen Einrichtungen an geowissenschaftlichen Objekten vorhanden ist. Daher kann niemand auch nur annähernd schätzen, welche regional wertvollen Sammlungsbestände und wissenschaftlich ungehobenen Schätze in den zahlreichen Museen und Sammlungen des Landes ihrer Entdeckung harren. Eine erste Voruntersuchung ergab, daß etwa 120 Museen für eine genauere Untersuchung in Frage kommen. Ziel des Forschungsprojektes ist es, diese Einrichtungen zu besuchen, zu dokumentieren und die Ergebnisse in Form von Broschüren sowie im Internet zu veröffentlichen. Bedeutendere Sammlungen sollen in der Folge nach Möglichkeit einer wissenschaftlichen Untersuchung zugänglich gemacht werden.

Teile dieses Vorhabens werden derzeit im Rahmen des Forschungsprojektes Neubearbeitung der Mineralvorkommen und -fundstellen Niederösterreichs verwirklicht


Kontaktperson:

Mag. Andreas Thinschmidt


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NEUBEARBEITUNG der NIEDERÖSTERREICHISCHEN MINERALVORKOMMEN und -FUNDSTELLEN

Projekt von Andreas Thinschmidt


Seit der Monographie "Die Minerale Niederösterreichs" von Alois Sigmund im Jahre 1937 (2. Auflage) - also seit mehr als 70 Jahren - wurde keine vollständige Bestandsaufnahme der Mineralvorkommen Niederösterreichs mehr durchgeführt. Nachahmenswerte Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen einerseits die Notwendigkeit einer Sichtung der Literatur, die vor allem für den Laien, aber auch den Wissenschafter unüberschaubar geworden ist. Andererseits sollen öffentliche und private Sammlungen zur Ergänzung des publizierten Wissens durchforstet werden. Nicht zuletzt sollen die Aktivitäten einer sehr aktiven Sammlergemeinschaft gewürdigt und die Sammler intensiver als bisher in die Zusammenarbeit mit Wissenschaftern eingebunden werden.

Das Projekt der Krahuletzmuseum-Forschungsgesellschaft wird vom Land Niederösterreich finanziert und wird in enger Zusammenarbeit mit der Geologischen Bundesanstalt, dem Institut für Mineralogie und Kristallographie an der Universität Wien, dem Naturhistorischen Museum und dem Niederösterreichischen Landesmuseum durchgeführt.

Der 1. Teil (2006-2009) widmete sich speziell dem Wald- und Weinviertel, inklusive jenen Anteilen der Böhmischen Masse und der Molassezone, die südlich der Donau liegen. Ausgenommen waren Mineralvorkommen, die in der Flyschzone und im Nördlichen Wiener Becken liegen. Diese folgen im 2. Teil (2010-2013), der den südlichen Teil Niederösterreichs umfasst.

Sie als Sammler können uns mit Ihrem Wissen helfen, indem Sie uns Informationen zu Mineralvorkommen oder Ihrer eigenen Sammlung übermitteln. Dazu laden Sie bitte das betreffende Aufnahmedatenblatt auf Ihren PC und schicken Sie mir dieses ausgefüllt per E-mail oder Post zu.

Sie wollen die Datenblätter elektronisch ausfüllen ?

Aufnahmedatenblatt "Fundort" (doc-Datei, 294 KB)
Aufnahmedatenblatt "Sammlung" (doc-Datei, 70 KB)

Sie wollen die Datenblätter händisch ausfüllen ?

Aufnahmedatenblatt "Fundort" (pdf-Datei, 48 KB)
Aufnahmedatenblatt "Sammlung" (pdf-Datei, 20 KB)

Ausfüllhilfe (pdf-Datei, 27 KB)

Bisherige Projektergebnisse

Nach vierjähriger Laufzeit des Projektes sind erfreuliche Ergebnisse zu vermelden: Der Fundstellenkataster (für Wald- und Weinviertel) umfasst derzeit (Stand: August 2010) ca. 1.750 Fundorte bzw. Fundgebiete. Insgesamt sind 265 Mineralarten nachgewiesen, davon sind 14 als fraglich oder unsicher einzustufen, sowie 87 Mineralvarietäten (siehe: Systematische Übersicht der Mineralarten des Waldviertels). Das Literaturarchiv enthält über 1.000 Publikationen und im Fotoarchiv befinden sich ca. 1.950 Fundstellen- und Mineralaufnahmen, wobei deren Anzahl rasch anwächst. Die folgende Tabelle zeigt den Zuwachs der anhand der Literatur nachgewiesenen Mineralarten des Waldviertels im Laufe von 200 Jahren. Die historischen Daten stammen aus der Publikation von HUBER & HUBER 2008.

Autor / Jahr Anzahl der Mineralarten im Waldviertel Zeitraum absolute Zunahme
der Artenanzahl
relative Zunahme
der Artenanzahl
STÜTZ 1807 ca. 39 - - -
SIGMUND 1909 ca. 66 102 Jahre + 27 + 69 %
SIGMUND 1937 ca. 88 28 Jahre + 22 + 33 %
HUBER & HUBER 1977 ca. 143 40 Jahre + 55 + 62 %
NIEDERMAYR 1990 ca. 150 13 Jahre + 7 + 5 %
THINSCHMIDT 2008
(incl. Ergänzungen, August 2010)
265 20 Jahre + 115 + 76 %

Literatur:

HUBER, S. & HUBER, P. (1977): Mineralfundstellen. Band 8. Oberösterreich, Niederösterreich und Burgenland.- 271 S., München - Innsbruck (Christian Weise, Pinguin).
HUBER, S. & HUBER, P. (2008): "Von Andreas Stütz bis heute" - Die mineralogische Erforschung des Waldviertels.- In: STEININGER, F. F. (Hrsg.): Waldviertel - Kristallviertel. Die steinerne Schatzkammer Österreichs, Schriftenr. Waldv. Heimatbund, 49, 65-75, Horn.
NIEDERMAYR, G. (1990): Systematische Übersicht der Mineralarten des Waldviertels.- In: STEININGER, F. F. & STÜRMER, F. (Hrsg.): Waldviertel - Kristallviertel, Katalogreihe Krahuletz-Mus., 11, 35-45, Eggenburg.
SIGMUND, A. (1909): Die Minerale Niederösterreichs.- XI + 194 S., Wien - Leipzig (Deuticke).
SIGMUND, A. (1937): Die Minerale Niederösterreichs.- 2. Auflage, XI + 247 S., Wien - Leipzig (Deuticke).
STÜTZ, A. (1807): Mineralogisches Taschenbuch. Enthaltend eine Oryctographie von Unterösterreich zum Gebrauche reisender Mineralogen.- 394 S., Wien (Geistinger).
THINSCHMIDT, A. (2008): Systematische Übersicht der Mineralarten des Waldviertels.- In: STEININGER, F. F. (Hrsg.): Waldviertel - Kristallviertel. Die steinerne Schatzkammer Österreichs, Schriftenr. Waldv. Heimatbund, 49, 125-143, Horn.

"Folgen" für Sammler

Im Laufe des Projektes kam der Wunsch nach einer Plattform zum Erfahrungs- und Wissensaustausch auf, mit der man die Kontakte der Wissenschafter zu den Sammlern, aber auch der Sammler untereinander, weiter pflegen und ausbauen kann. Als erstes Ergebnis der sich daraus ergebenden Diskussion, wie das zu bewerkstelligen wäre, wurde im August 2010 ein Internet-Forum eingerichtet.

Zum Forum "Minerale Niederösterreichs"


Kontaktperson:

Mag. Andreas Thinschmidt


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LITERATURDATENBANK zu ÖSTERREICHISCHEN MINERALVORKOMMEN und -FUNDSTELLEN

Projekt von Andreas Thinschmidt


Seit zwei Jahrzehnten werden Literaturzitate gesammelt, die Mineralvorkommen, mineralische Lagerstätten und Fundstellen für Sammler auf dem Gebiet des österreichischen Staates zum Inhalt haben. Derzeit hat die Datenbank einen Umfang von mehr als 5.000 Einzelzitaten, die sowohl wissenschaftliche, als auch populärwissenschaftliche Bücher und Zeitschriftenartikel ausweisen. Die Datenbank existiert bisher nur auf Karteikarten in handschriftlicher Form. Eine EDV-gestützte Erfassung ist zwar geplant, kann aber derzeit aus Zeitgründen nicht bewerkstelligt werden.

Die Kartei kann von Wissenschaftern und Laien (z. B. Mineraliensammlern) benutzt werden. Die Einsichtnahme ist jedermann nach Rücksprache möglich.


Kontaktperson:

Mag. Andreas Thinschmidt


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© Andreas Thinschmidt Stand: 5.9.2010