Der Sedimentationsraum der Eggenburger Bucht (Niederösterreich) im basalen Eggenburgien (U-Miozän) wird auf Grund von SM-Analysen in einen hochenergetischen äußeren Bereich östlich des Manhartsbergzuges (Außenrand-Provinz) und in einen inneren Bereich mit ruhiger Sedimentation westlich des Manhartsbergzuges unterteilt. Der innere Bereich kann, bedingt durch die starke Strukturierung des überfluteten Grundgebirges, in drei Teilbuchten gegliedert werden: Maigner Bucht, Kattauer Bucht und Zogelsdorfer Bucht, wobei der Raum um Eggenburg lokale Eigenheiten zeigt. Mit einer neuerlichen und weiter ausgreifenden Transgression im oberen Eggenburgien stellen sich in der Eggenburger Bucht weitestgehend einheitliche Sedimentationsbedingungen und SM-Spektren ein.
Es wurde darüberhinaus ein östlich von Eggenburg gelegenes Gebiet zwischen Grafenberg, Roggendorf, Röschitz und Wartberg, das der Außenrand-Provinz zuzuordnen ist, kartiert. Am geologischen Aufbau dieses Gebietes sind vor allem regional verschieden stark deformierte Granite und Granodiorite des Thaya-Batholithen beteiligt, wobei lithologisch vier Typen unterschieden werden. In ihrem Gefolge treten geringmächtige Aplite, Pegmatite und Granodioritporphyre auf, die ebenfalls Spuren postkristalliner Deformation zeigen. Der größte Teil des Kartierungsgebietes ist allerdings mit Lößablagerungen bedeckt. Miozäne Ablagerungen treten nur in wenigen Aufschlüssen unter dem Löß hervor.
Die Diplomarbeit wurde 1991 an der Universität Wien approbiert und von Prof. Dr. Peter Faupl (Institut für Geologie) sowie Prof. Dr. Friedrich F. Steininger (Institut für Paläontologie) betreut (siehe Publikationsliste).
| © Andreas Thinschmidt | Stand: 24.8.2000 |